Ein Feuerwerk zum Advent präsentierte das Kinder- und Jugendballett Sandersdorf-Brehna. Fotos: André Kehrer
AUFTRITT Das Kinder- und Jugendballett stimmt mit seiner großen Tanzshow auf Weihnachten ein. Besinnlichkeit ist eine Seite der Medaille, Temperament die andere.

Sandersdorf/MZ - Weihnachten kommt in Riesenschritten näher. Es ist Zeit für große Gefühle. Tanz kann sie transportieren. Das Kinder- und Jugendballett Sandersdorf-Brehna hat es jetzt bewiesen. Die große Tanzshow war ein Spiegelbild der guten Laune und der Vorfreude. "Wir wollen die Freude am Tanzen demonstrieren und uns auch ein wenig besinnlich zeigen", sagt Ballett-Präsident Rolf Krause.


Da staunt der Laie über so viel Können und Schwung.Das Jahr 2016 hat es für das Traditionsballett in sich gehabt. "Wir hatten 25 große Auftritte in ganz Sachsen-Anhalt und Sachsen. Dazu kamen die Umrahmung der Jugendweiheveranstaltungen in Wolfen und unsere Muttertagsgala. Nicht vergessen dürfen wir den Umzug. Wir sind schließlich mit Kind und Kegel nach Sandersdorf gekommen und fühlen uns hier richtig wohl."
 

Die Tanzshow in der Sandersdorfer Mehrzweckhalle war ein echtes Heimspiel. Freunde hat das Ballett aber nicht nur hier. Landrat Uwe Schulze (CDU) gehört zu ihnen. Er war Schirmherr der Gala, die zweifellos ein Spiegelbild der Möglichkeiten der Tänzer wurde. Zwischen 3 und 17 Jahren sind die alt. Allesamt leben sie die Liebe zum Tanz aus. Die einen naturgemäß noch auf kindlich neugierige Art. Die anderen mit sehr viel Gefühl und Talent, das nicht nur auf Bewegung beschränkt ist.
 

"Die Tür zur Weihnachtszeit ist weit aufgestoßen."
Rolf Krause, Präsident

 

 
AUSBLICK
Tanz für Kinder und Jugendliche
Das Kinder- und Jugendballett Sandersdorf-Brehna himmt seinen Namen wörtlich. Tanzen dürfen Mädchen und Jungen ab einem Alter von drei Jahren. Die derzeit ältesten Mitglieder des Ensembles sind 17 Jahre jung. Alle Tänzer dürfen sich auch 2017 auf eine große Zahl an Auftritten freuen. Dazu gehören unter anderem die Jugendweihefeiern im April, die Muttertagsgala am 14. Mai und die Teilnahme am Sachsen-Anhalt-Tag in Weißenfels. Auch der Termin für die Tanzshow ist bereits fix. Das Highlight des Jahres steht am 28. Oktober auf dem Programm.
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Informationen im Netz unter www.kinderundjugendballett.de

Patricia Przybylla sort mit Rezitation für Aufmerksamkeit. Sie spricht von Frieden und Geborgenheit. Von Kindern und Zufriedenheit. "Die Tür zur Weihnachtszeit ist weit aufgestoßen", meint Rolf Krause. Überraschungen wird es geben, fügt er hinzu.

Die Tänzerinnen und vier Tänzer spannen den Bogen weit. Cheftrainerin Mandy Krause hat zusammen mit Karen Heidenreich auf Kontraste gesetzt. "Power" ist ein Ausrufezeichen. Frisch, frech, schnell. Die Jugend hat das Sagen. Der Bass hämmert. Das Publikum applaudiert und schlägt wie die Tänzer schnell den Haken. Die "Schlümpfe" erobern die Bühne. Paul und Luna feiern mit ihren Freunden die "Kinderhochzeit".

In die Weihnachtszeit passen auch der "Blaue Walzer", die "Kalinka" und "Schwanensee" mit den Jüngsten. Die Tanzshow wird zu einer Reise durch die Zeiten. Klassiker des Balletts haben ebenso Gewicht wie neue Choreografien.

Isabel Blume hat den Schritt nach vorn gewagt und den Oonagh-Song "Gäa" auf ihre Art interpretiert. Das Solo im Scheinwerferlicht beeindruckt nicht weniger als ein Wechselbad der Gefühle, das "Stay" ist.

Zeit für Gefühle im Advent [MZ 06.12.2016]Schwarz und Weiß kämpfen um einen Mann. Die Liebe triumphiert. Der Tanz scheint Lara Michelle Werner und Josephine Ehbauer auf den Leib geschrieben. Für Michael Lichtenberg ist er eine Premiere. Der Familienvater tanzte zum ersten Mal vor großem Publikum. Respekt, Applaus und ein lautes "Halleluja" für soviel Courage.

Der Moderator des Abends ist Alexander Panovic. Er kann nicht anders. Er muss singen und macht das gleich mehrfach. Er wird auch Teil einer wahrlich beeindruckenden Szene. Tänzerinnen und Tänzer kommen mit Kerzen auf die abgedunkelte Bühne. "Ave Maria". Panovic sorgt für Gänsehaut. "Frohe Weihnachten!" Tänzer, Sänger und Trainer rufen es dem Publikum zu.

Geschrieben von Ulf Rostalsky