{edsanimate_animated_zoomInUp_delay1_eds-on-scroll}WEIHNACHTSGALA: Ballett verspricht Revue voller Leidenschaft und Besinnlichkeit{/edsanimate}

von Ulf Rostalsky

Bitterfeld/MZ - Das Kinder- und Jugendballett Sandersdorf-Brehna steuert auf seinen Jahreshöhepunkt zu. Am 29. November geht im Bitterfelder Kulturpalast die große vorweihnachtliche Tanzrevue über die Bühne. "Es wird eine Veranstaltung mit sehr viel Leidenschaft, Gefühl und einem großen Schuss Besinnlichkeit", verspricht Ballett-Präsident Rolf Krause.

Präzision wird schon von den jüngsten Mitgliedern des Balletts gefordert - auch bei den Proben. Foto: André Kehrer


Die Ballerinen werden zur Revue den Spagat wagen. Sie wollen einstimmen auf die Weihnachtszeit und neugierig machen auf das große Jubiläum, das 2015 ins Haus steht. "Ein großer Teil der Gala ist ein Vorgeschmack auf das Jubiläum 50 Jahre Kinder- und Jugendballett", erklärt Krause. Am 3. Oktober nächsten Jahres wird das Ereignis mit einer Reihe internationaler Gäste gefeiert.

In fünf Jahrzehnten hat das Traditionsballett immer wieder neue Wege beschritten. Es hat seine Wurzeln dennoch nicht vergessen. Die Gala am 29. November soll das zeigen. Derzeit feilen die gut 100 Tänzerinnen und Tänzer auch an Choreographien, die mit Namen wie Christa Künne, Renate Schild, Lothar Hanf, Eva Wächtler oder Jana Tornewa in Verbindung stehen. "Es ist unsere Geschichte", meint Krause und kündigt unter anderem Neuauflagen des Blauen Walzers oder von "Wir sind eure Kinder" an. "Es wird ein Erlebnis werden", ist der Ballettchef sicher.

Im Ballett ist die Schlagzahl bei Trainingsstunden und Bühnenproben deutlich erhöht worden. Das Trainingslager ist gerade beendet. Alles ist eine Herausforderung für Tänzer, Trainer und Betreuer. "Allen Unkenrufen zum Trotz. Wir sind auf einem sehr guten Weg." Der Ballettchef selbst steht mit lädiertem Knöchel auf Stützen am Bühnenrand. Cheftrainerin Mandy Krause ist schwanger. "Aber nicht krank." Und wo manches nicht mehr gehe wie gewohnt, würden Co-Trainerin Karen Heidenreich und nicht zuletzt die Eltern helfen.

Die Chemie stimmt im Ballett - auch das ist eine Botschaft dieser Tage. Denn eine große Gala und die Reise ins polnische Oswiecim in einem Jahr zu stemmen, in dem das Land die Förderung für Projekte der Tänzer komplett gestrichen hat, war offensichtlich ein Kraftakt. "Wir haben uns für die Kinder und Jugendlichen stark gemacht. Für sie sind die großen Galas und Reisen der Lohn für die vielen Stunden Training im Ballettsaal."

Rolf Krause redet Klartext. Das Ballett tanzt. Zur vorweihnachtlichen Gala am 29. November werden allerdings anders als gewohnt die großen Gäste aus der Landeshauptstadt fehlen. "Da haben wir wirklich keinen Anlass, jemanden einzuladen", sagt Krause. Dennoch kündigt er eine Reihe interessanter Gäste an. Vertreter des Sportes und des Nationalen Olympischen Komitees sind angesagt. Die Schirmherrschaft der Gala hat Sandersdorf-Brehnas Bürgermeister Andy Grabner (CDU) übernommen.

Rosa Strasser, Kira Höhne, Fiona Wunsch und Lucy Niebisch gehören zur Gruppe der Jüngsten und gewöhnen sich gerade erst an die Bühne des Kulturpalastes. Aller Anfang ist schwer, die Bühne riesig. Musik und Scheinwerfer an. Alle ist ein Vorgeschmack auf den Abend des Jahres, an dem auch die Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH viel Herz zeigt. Sie stellt dem Ballett den Kulturpalast kostenfrei zur Verfügung und überlässt dem Verein alle Einnahmen. "Ein schönes Geschenk für uns", ist Rolf Krause überzeugt.


Aus Liebe zum Tanz

Das Kinder- und Jugendballett wurde 1965 als Ballett der Filmfabrik Wolfen gegründet. Jahrelang war es auf den Bühnen des In- und Auslandes unterwegs. Nach dem Ende des Kombinats wurde 1991 der Verein Kinder- und Jugendballett gegründet. Die Liebe zum Tanz blieb.

Tänzerinnen und Tänzer des Balletts standen seitdem bei zahlreichen Veranstaltungen auf den Bühnen. Die weitesten Auslandsreisen führten sie nach Russland, Kasachstan und China. Die Heimat des Ensembles aber ist der Kulturpalast in Bitterfeld. Dort wird geprobt und auch die großen Revuen des Balletts werden dort aufgeführt.

2006 wählte das Kinder- und Jugendballett als Zeichen der Verbundenheit zur gemeinsamen Stadt den Namenszusatz Bitterfeld-Wolfen. Doch die Chemie zwischen der großen Stadt und dem Verein stimmte schnell nicht mehr. Die Vereinsführung kritisierte, dass das Ballett zu wenig unterstützt und wert geschätzt werde. Die Stadtverwaltung wies diese Vorwürfe zurück. 2014 kam es schließlich zum Bruch. Im März wechselte das Ballett zur Stadt Sandersdorf-Brehna.

Der Kartenverkauf für die große vorweihnachtliche Tanzrevue des Kinder- und Jugendballetts Sandersdorf-Brehna am 29. November ab 17 Uhr im Bitterfelder Kulturpalast hat begonnen. Tickets können an der Kasse des Kulturpalastes oder im Internet unter www.kulturpalast-bitterfeld.de erworben werden.

Informationen gibt es auch im Internet unter www.kinderundjugendballett.de.