Der Feuerwehrverein hat den 625. Geburtstag von Heideloh feierlich ausgerichtet. (BILD: André Kehrer)


Dieses Jahr wird in Heideloh nicht das jährliche Teichfest gefeiert, sondern der 625. Geburtstag des Dorfes. Schirmherr ist der Feuerwehrverein. Neben einer Hüpfburg gab es auch Kinderschminken als Attraktion für die Kleinen. Highlight war das Höhenfeuerwerk am Samstagabend.

Heideloh/MZ. Traditionen - gut und schön. Doch manchmal sollte man sie einfach mal brechen. Die Erfahrung haben jetzt die Heideloher gemacht: Anstelle des Teichfestes feierten sie kurzerhand das Ortsjubiläum - mit so vielen Gästen, wie sie sich wahrscheinlich niemals träumen ließen. 625 Jahre alt ist Heideloh - und noch so jung. Wer hätte das gedacht. Denn die Kinder und die Jugendlichen waren vorneweg. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Die jungen Heideloher nämlich brachten Licht ins Dunkel, sie trugen beim Umzug die Fackeln. Musikalisch heizte dazu die Feuerwehrkapelle aus Zörbig ein.

Die Feuerwehrleute hatten die Schirmherrschaft über das Fest. Und der Verein der Floriansjünger hatte gerade für den Nachwuchs vieles zu bieten. „Highlight ist natürlich die Hüpfburg“, meinte Monika Bruder, Chefin des Feuerwehrvereins, und sie hatte Recht. Da tummelten sich die meisten Kinder. Das ganze Wochenende herrschte auf der Gummiburg fröhlicher Andrang. Die sechsjährige Isabell freute sich riesig auf den Auftritt des Kinder- und Jugendballetts, während ihre Schwester Leonie am liebsten zu Hause im Garten eine eigene Hüpfburg hätte.

Doch das war längt nicht alles. Am Teich vor dem Gerätehaus der Feuerwehr gab es am Sonnabend dann noch viel mehr für die Kleinen zu erleben. Hüpf-Freund Paul wollte unbedingt zum Kinderschminken und der vier Jahre alte Levio konnte es kaum erwarten, mit dem Feuerwehrauto durch den Ort mitfahren zu dürfen. „Mit Blaulicht“, sagte er mit strahlenden Augen. Auf dem Teich sind die Kinder mit dem Schlauchboot gefahren oder haben um die Wette gekegelt. „Kinder sind eben unsere Stärke“, sagte Uwe Jäschke vom Feuerwehrverein, der bei den Vorbereitungen viel Wert auf das Angebot für die jüngsten Gäste gelegt hatte.

Der Verein hat Erfahrungen mit der Organisation solcher Feste. Denn er hat es sich zur Aufgabe gemacht, neben den eigentlichen Aufgaben der Feuerwehr auch das Brauchtum in Heideloh zu pflegen und zugleich für kulturelle Angebote zu sorgen. „Doch das muss natürlich immer auch zu unserem Ort passen“, so Marion Bruder. Diesmal jedenfalls hat es wieder super gepasst. Allein zum Fackelumzug, der „als Vorgeplänkel für die 625-Jahr-Feier gedacht war“, waren 120 Gäste nach Heideloh gekommen, stellte Marion Bruder fest. „Das war eine echte Überraschung und eine super Einstimmung.“

Den Sonnabend verbrachten die Einwohner von Heideloh mit vielen Freunden und Bekannten aus den umliegenden Orten bei strahlendem Sonnenschein und einem buntes Programm. Am Abend schauten dann alle gebannt in den Himmel, denn das „Feuer und Fun Team“ aus Rösa präsentierte in einer herrlichen Sommernacht ein spektakuläres Feuerwerk.